Politiker

Margret Mergen

CDU-Politikerin und Oberbürgermeisterin 2014-2022

Margret Mergen gibt beim [G20-Finanzministertreffen 2017](/de/ereignisse/g20-finanzministertreffen-2017-in-baden-baden/) ein Interview für Baden TV
Margret Mergen gibt beim G20-Finanzministertreffen 2017 ein Interview für Baden TV
Margret Mergen (Elisabeth Margarete Mergen; * 26. August 1961 in Billerbeck, Westfalen) ist eine Politikerin der CDU und war von 2014 bis 2022 Oberbürgermeisterin von Baden-Baden. Am 16. März 2014 gewann sie die Oberbürgermeisterwahl in der Kurstadt mit absoluter Mehrheit im ersten Wahlgang. Damit löste sie den bis dahin amtierenden Oberbürgermeister der Kurstadt Wolfgang Gerstner zum 10. Juni 2014 ab.

Herkunft und Ausbildung

Elisabeth Margarete Mergen wurde am 26. August 1961 in Billerbeck/Westfalen geboren. Ihr Vater war Direktor der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe. Margret Mergen legte ihr Abitur 1980 ab. Danach begann sie ein Studium der Geografie an der Universität Münster und beendete es 1986 mit dem Diplom. Seit 1997 ist Margret Mergen mit Wolfgang Pöter verheiratet.

Beruflicher Werdegang

Ihre berufliche Karriere begann Margret Mergen 1987 als Trainee bei der Stadt Karlsruhe. An der Führungsakademie des Landes Baden-Württemberg konnte sie sich weiterqualifizieren. 1993 wurde sie vom damaligen Karlsruher Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerhard Seiler zur Stadtkämmerin ernannt. 1999 kandidierte sie bei der Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Rastatt, unterlag aber knapp dem Amtsinhaber Klaus-Eckhard Walker. Im Jahr 2000 wechselte Margret Mergen nach Heilbronn, wo sie zur Wirtschafts- und Finanzbürgermeisterin und später auch zur Ersten Bürgermeisterin gewählt wurde. Von 2007 bis 2014 war sie Bürgermeisterin in Karlsruhe und von 2009 bis 2014 erste Bürgermeisterin der Fächerstadt.

Oberbürgermeisterin von Baden-Baden

Bei der Oberbürgermeisterwahl 2014 in Baden-Baden setzte sie sich gegen fünf andere Bewerber durch. Am 10. Juni 2014 trat Margret Mergen ihr Amt als Oberbürgermeisterin der Kurstadt an. Im März 2017 war Baden-Baden Gastgeber des G20-Finanzministertreffens, bei dem Mergen die Minister und Notenbankchefs willkommen hieß.

Bei der Oberbürgermeisterwahl 2022 erreichte sie im ersten Wahlgang 24,69 % der Stimmen und zog sich danach aus dem Rennen um die Rathausspitze zurück. Zu ihrem Nachfolger wurde am 27. März 2022 Dietmar Späth gewählt, der das Amt des Oberbürgermeisters am 10. Juni 2022 von ihr übernahm.

Nach dem Oberbürgermeisteramt

Margret Mergen blieb nach dem Ende ihrer Amtszeit politisch tätig, mit einem Schwerpunkt auf der Kommunalpolitik. Im Oktober 2023 wurde sie in den Normenkontrollrat Baden-Württemberg berufen und übernahm dort den stellvertretenden Vorsitz. Das sechsköpfige ehrenamtliche Gremium berät die Landesregierung beim Bürokratieabbau und prüft Gesetzentwürfe des Landes, bevor sie beschlossen werden. Die Berufung gilt für fünf Jahre.[1]

Innerhalb der CDU gehört sie dem Landesvorstand Baden-Württemberg an, ist stellvertretende Landesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung und Mitglied in deren Bundesvorstand. Den Landesfachausschuss Kommunen und Bevölkerungsschutz führt sie als Vorsitzende. Daneben ist sie Präsidentin der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Baden e.V., stellvertretende Präsidentin der Josef-Saier-Stiftung und als Referentin für die Konrad-Adenauer-Stiftung tätig, wo sie Bürgermeister und Fraktionen schult.[2] Seit April 2026 gehört sie dem Kuratorium der Eberhard-Schöck-Stiftung an.[3] Die 1992 vom Bauunternehmer Eberhard Schöck gegründete Stiftung hat ihren Sitz in Baden-Baden und verfolgt zwei Zwecke: die Förderung des Handwerks in Mittel- und Osteuropa, derzeit vor allem in der Ukraine, in Moldau und Georgien, sowie die Förderung der deutschen Sprache, für die sie den Kulturpreis Deutsche Sprache vergibt.[4]

Einzelnachweise

  1. Neuer Normenkontrollrat nimmt Tätigkeit auf, Normenkontrollrat Baden-Württemberg, 19. Oktober 2023, abgerufen am 12. Juli 2026 (Archiviert)
  2. Über mich, margret-mergen.de, abgerufen am 12. Juli 2026 (Archiviert)
  3. Schöck Stiftung fördert Handwerksausbildung in Osteuropa, margret-mergen.de, April 2026, abgerufen am 12. Juli 2026 (Archiviert)
  4. Die Stiftung, Eberhard-Schöck-Stiftung, abgerufen am 12. Juli 2026 (Archiviert)
Zuletzt geprüft am 12. Juli 2026