Friederike von Baden (* 12. März 1781 in Karlsruhe; † 25. September 1826 in Lausanne) war als Ehefrau des Königs Gustav IV. Adolf von 1797 bis 1809 Königin von Schweden. Nach dem Sturz ihres Mannes und der Trennung kehrte die gebürtige badische Prinzessin in ihre Heimat zurück und kam regelmäßig zur Kur nach Baden-Baden. 1821 wurde sie zur Ehrenbürgerin der Stadt ernannt. An der Lichtentaler Allee richtete sie sich ein Palais ein, das heute als Kulturhaus LA8 bekannt ist und an die Königin erinnert.
Leben
Friederike Dorothea Wilhelmine wurde am 12. März 1781 in Karlsruhe als Tochter des Erbprinzen Karl Ludwig von Baden und der Amalie von Hessen-Darmstadt geboren. Sie wuchs als eine von mehreren Schwestern am badischen Hof auf, der über geschickte Heiratspolitik mit zahlreichen europäischen Fürstenhäusern verbunden war. Ihre Schwester Luise wurde als Elisabeth Alexejewna durch die Heirat mit Zar Alexander I. russische Kaiserin.[1]
Am 31. Oktober 1797 heiratete Friederike in Stockholm König Gustav IV. Adolf von Schweden und wurde damit schwedische Königin. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Gustav IV. Adolf regierte absolutistisch und blieb auch nach 1805 ein entschiedener Gegner Napoleons. Seine Weigerung, sich der gegen England gerichteten Kontinentalsperre anzuschließen, trug 1809 zu seinem Sturz bei. Das entthronte Königspaar verließ Schweden und zog nach Baden, in die Heimat Friederikes.
1812 trennte sich Friederike von ihrem Mann, der nicht in Baden bleiben wollte. Sie blieb im Großherzogtum und führte ein zurückgezogenes Leben. Ihre Tochter Sophie heiratete 1819 den späteren Großherzog Leopold von Baden und wurde 1830 Großherzogin von Baden. Friederike starb am 25. September 1826 während eines Aufenthalts in Lausanne. Beigesetzt wurde sie in der badischen Fürstengruft in Pforzheim.[1]
Bezug zu Baden-Baden
Nach ihrer Rückkehr nach Baden suchte Friederike wiederholt die Kurstadt Baden-Baden auf, deren Thermalquellen ihrer Gesundheit zugutekamen. Am 8. September 1821 verlieh ihr die Stadt die Ehrenbürgerwürde.[2]
Mit ihrer Abfindung aus Schweden ließ sie sich an der Lichtentaler Allee 8 ein Wohnhaus einrichten. Das 1820 errichtete Palais wurde nach Entwürfen Friedrich Weinbrenners umgestaltet und diente der Königin fortan als Wohnsitz. Nach ihrem Tod 1826 ging es in den Besitz des Kurfürsten Wilhelm II. von Hessen-Kassel über, gehörte von 1842 bis 1854 dem Frankfurter Bankier Amschel Mayer Rothschild und kam danach an den städtischen Badfonds. Später wurde es zum Sitz des Internationalen Clubs, der von hier aus die Pferderennen in Iffezheim fortführte. Seit der Sanierung 2007 bis 2009 trägt das Gebäude den Namen Kulturhaus LA8. An die einstige Bewohnerin erinnert noch die gelegentlich gebrauchte Bezeichnung Villa Friederike von Schweden.
Quellen
- ↑1.1↑1.2 Friederike Dorothea von Baden, Stadtlexikon Karlsruhe (Archiviert)
- ↑ Königin Friederike von Schweden, Ehrenbürger der Stadt Baden-Baden (Archiviert)
Weblinks
- Artikel Friederike von Baden in der deutschen Wikipedia