Die Sportschule Baden-Baden Steinbach ist das Aus- und Fortbildungszentrum des Badischen Sportbunds Freiburg im Baden-Badener Rebland. Anders als ihr Name vermuten lässt, ist sie keine allgemeinbildende Schule mit Schülern, sondern eine Bildungs- und Leistungssportstätte: Über 20 Sportfachverbände bilden hier ihre Trainer, Übungsleiter und Schiedsrichter aus, und Landes- wie Bundeskader verschiedener Sportarten trainieren auf der Anlage.[1] Gegründet wurde sie 1957 von der damals noch selbständigen Stadt Steinbach.[2]
Anlage und Angebot[1]
Für den Trainings- und Wettkampfbetrieb stehen zwei Rasenplätze (je 60 mal 100 Meter), ein Tennenplatz (60 mal 90 Meter) und ein Kunstrasenplatz (70 mal 110 Meter) bereit, alle mit Flutlicht. Dazu kommen eine 400-Meter-Kunststoffbahn mit Wurfanlagen für Diskus und Speer, drei große Hallen, eine Gymnastikhalle, eine Kletterwand von fünf Metern Höhe und 16 Metern Breite, ein Kraftraum sowie Tennisplätze. Das eigene Hallenbad misst 16,66 mal 8 Meter und hat einen Hubboden. Gleich nebenan liegt an der Yburgstraße das öffentliche Freibad Steinbach, das von den Stadtwerken betrieben wird und nicht zur Sportschule gehört. Es kann von den Besuchern der Sportschule zu den Öffnungszeiten mitbenutzt werden.
Für Lehrgänge und Tagungen verfügt die Sportschule über eigene Lehrsäle und Tagungsräume. Übernachten können die Gäste in 24 Einzel- und 61 Doppelzimmern, verteilt auf vier Häuser, davon sechs rollstuhlgerecht. Rund 32.000 Übernachtungen zählt die Sportschule im Jahr.[3]
Geschichte[2]
Die Sportschule geht auf die damals noch selbständige Stadt Steinbach zurück, die 1957 den Grundstein legte und die Meister-Erwin-Halle einweihte. Sie war zunächst Bauherr und Eigentümer. 1958 kam der erste Hartplatz hinzu. 1960 gründeten der Badische Sportbund Freiburg, seine Fachverbände und die Stadt Steinbach den Verein Südbadische Sportschule Steinbach e.V. als Träger. 1965 entstand Haus 2 mit dem Hallenbad.
1971 übernahm der Badische Sportbund Freiburg die alleinige Trägerschaft und wurde Eigentümer der Anlage. Der Verein Südbadische Sportschule Steinbach e.V. wurde dabei wieder aufgelöst. 1972 folgte Halle 2. In diesem Jahr wurde Steinbach nach Baden-Baden eingemeindet. 1989 kam Haus 3 hinzu.
In den 2000er und 2010er Jahren wurde die Anlage umfassend modernisiert. 2000 entstand ein neuer Tennenplatz, und der bestehende Tennenplatz des FC Neuweier wurde in einen Fußballrasen umgewandelt. Zwischen 2004 und 2013 wurde die Anlage barrierefrei umgebaut. 2011 wurde ein Tennenplatz in einen Fußball-Kunstrasenplatz umgewandelt, 2016 kam ein neuer Hockey-Kunstrasen hinzu. 2024 wurde das Hallenbad saniert, bis 2025 wurden die Wohngebäude renoviert.
Einzelnachweise
- ↑1.1↑1.2 Südbadische Sportschule Steinbach, Südbadischer Fußballverband, abgerufen am 19. Juli 2026 (Archiviert)
- ↑2.1↑2.2 Die Geschichte der Sportschule, Sportschule Baden-Baden Steinbach, abgerufen am 19. Juli 2026 (Archiviert)
- ↑ Sportschule Baden-Baden Steinbach, Sportschule Baden-Baden Steinbach, abgerufen am 19. Juli 2026 (Archiviert)