Brunnen

Fettquelle

Die Fettquelle ist ein öffentlich zugänglicher Thermalbrunnen am Römerplatz in Baden-Baden zwischen Friedrichsbad, Dernfeldstaffeln und Klosterschule vom Heiligen Grab. Die um 1870 in einem Becken gefasste Quelle liegt in einer Grotte aus Sintergestein, das aus den im Thermalwasser gebundenen Mineralien durch Ablagerung entstand. Der Name der Quelle rührt wohl von den Gesteinspartikeln her, die das Wasser wie Fett glänzen lassen.[1] Einst war das Thermalwasser der Fettquelle beim Austritt 63 °C heiß. Von 2012 bis 2015 wurde der Brunnen vorübergehend mit vorgefiltertem, deutlich kühlerem Wasser versorgt. Grund war eine gesetzliche Verordnung, die das Thermalwasser aus öffentlichen Brunnen als Trinkwasser einstufte – weil der Arsengehalt des Baden-Badener Thermalwassers über dem gesetzlichen Grenzwert liegt, sollte eine Filteranlage den Wert senken.[2] Der Versuch scheiterte am von Natur aus hohen Arsengehalt. Seit 2015 fließt an der Fettquelle wieder das ungefilterte Original-Thermalwasser. Offiziell ist es als „Kein Trinkwasser" klassifiziert, weil es natürlicherweise Arsen und mögliche Krankheitskeime enthält.[3] Wer dennoch kosten möchte, tut das auf eigene Verantwortung und muss ein Trinkgefäß mitbringen.

Einzelnachweise

  1. Helmuth Bischoff Baden-Baden: Die romantische Bäderstadt im Tal der Oos. Kurbetrieb zwischen Casino, Park und Kloster. DuMont, Köln 1996, ISBN 3-7701-3086-3. S102
  2. Artikel Arsen: Brunnen sprudeln kühler von Karl Reinbothe im Badischen Tagblatt 16.01.2013
  3. Artikel Warum weiterhin niemand Wasser aus Baden-Badener Thermalbrunnen trinken darf in den Badischen Neuesten Nachrichten, 09.06.2021 (Archiviert)
Zuletzt geprüft am 4. Juli 2026