Ausstellung

Wettstreit mit der Wirklichkeit

Sechs Jahrzehnte Fotorealismus — Malerei im Wettstreit mit der Fotografie

Mit Wettstreit mit der Wirklichkeit widmet das Museum Frieder Burda dem Fotorealismus eine große Überblicksschau, die sechs Jahrzehnte dieser Kunstströmung von ihren Anfängen in den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart nachzeichnet. Rund 90 Werke führen vor Augen, wie die Künstlerinnen und Künstler eine technisch hochambitionierte Malerei verfolgten, die in Präzision und Bildkraft mit der Fotografie wetteifert.

Der Fotorealismus entstand in den USA als Gegenbewegung zum Abstrakten Expressionismus. Statt Geste und Innerlichkeit rückten alltägliche amerikanische Motive ins Bild — Schaufenster, Diners, Autos, Stadtansichten —, gemalt mit einer beinahe übersteigerten Schärfe. Was auf den ersten Blick wie eine reine Verdopplung der sichtbaren Welt wirkt, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als kalkulierte Illusion: Die Maler arbeiteten mit Humor, Ambivalenz und Entfremdung und stellten so die Frage, wie „echt" ein Bild überhaupt sein kann.

Die Ausstellung versammelt Schlüsselwerke der amerikanischen Pioniere wie Richard Estes, Ralph Goings, Robert Bechtle und Audrey Flack und schlägt den Bogen zu zeitgenössischen Positionen sowie zu deutschen Künstlern wie Gerhard Richter und Karin Kneffel. Die Leihgaben stammen aus bedeutenden Sammlungen, darunter das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid und das Whitney Museum of American Art in New York.

Begleitprogramm